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PowerSmartCoat

Was kann PScoat wirklich?

PScoat ist keine herkömmliche Wandfarbe. Es handelt sich um eine thermisch wirksame Funktionsbeschichtung, deren Wirkung sich nicht allein über die Schichtdicke erklären lässt.

Deshalb zeigen wir nicht nur Produktversprechen, sondern Messungen an realen Bauteilen, kontrollierten Testaufbauten und ausgeführten Gebäuden.

Thermografischer Vergleich einer Altbauwand vor und nach PScoat
Reales Gebäude · thermografischer Vergleich
vorher 12,9 °C
nachher 19,0 °C

Innere Wandoberfläche bei vergleichbaren Messbedingungen – vor und nach der Beschichtung.

Nicht die Dicke allein entscheidet, sondern das thermische Verhalten des gesamten Bauteils.

Bei einer klassischen homogenen Dämmung lässt sich die Wärmedämmwirkung im Wesentlichen über Wärmeleitfähigkeit und Schichtdicke beschreiben. Bei einer Funktionsbeschichtung können dagegen mehrere physikalische Effekte zusammenwirken. Entscheidend ist deshalb die messbare Veränderung des thermischen Widerstands unter definierten Randbedingungen.

Genau hier setzen unsere Untersuchungen an: Wir betrachten nicht nur das Material auf dem Papier, sondern das Verhalten des ausgeführten Bauteils.

Physikalische Grundlagen

Welche Effekte können zur thermischen Wirkung beitragen?

PScoat ist kein homogener Dämmstoffblock. Die thermische Wirkung einer Funktionsbeschichtung kann aus dem Zusammenspiel mehrerer physikalischer Eigenschaften entstehen.

  1. 01

    Wärmeleitung

    Die Mikrostruktur der Beschichtung beeinflusst den Wärmeübergang und den Wärmetransport innerhalb der Schicht.

  2. 02

    Wärmestrahlung

    Oberflächeneigenschaften wie Emissionsgrad beeinflussen den Strahlungsaustausch an der Bauteiloberfläche.

  3. 03

    Wärmeübergang

    Die Eigenschaften der Grenzflächen können den Wärmeübergang zwischen Oberfläche und Umgebung beeinflussen.

  4. 04

    Mikrostruktur

    Eingelagerte Mikropartikel und Hohlstrukturen unterscheiden die Beschichtung von einer gewöhnlichen homogenen Farbe.

Entscheidend ist deshalb nicht die theoretische Betrachtung eines einzelnen Effekts, sondern das messbare thermische Verhalten des gesamten Bauteils.

Aktuelle In-situ-Messung

Eine reale PScoat-Wand. Fast 12 Stunden gemessen.

Am 06./07.09.2026 wurde eine real ausgeführte PScoat-Wand mit einem Testo 635-2 und U-Wert-Messkit über nahezu zwölf Stunden kontinuierlich aufgezeichnet.

Testo 635-2 U-Wert-Messung an einer real ausgeführten PScoat-Wand
Reale In-situ-Messung: Testo 635-2 · U-Wert-Messkit · kontinuierliche Aufzeichnung · vollständige Rohdaten dokumentiert.
0,140
W/(m²K) · Mittelwert im stabilen Messfenster
11:57 h
kontinuierliche Messdauer
42.978
gültige Datensätze
≈ 0,0001
W/(m·K) · gerundeter technischer Vergleichswert

Was wurde gemessen?

Gemessen wurde an einer real ausgeführten Außenwand mit PScoat. Der Wandaufbau umfasst historischen Vollziegel, Putzschichten sowie die außenliegende PScoat-Beschichtung.

Die Beschichtung war ungefähr 0,5 mm stark. Eingesetzt wurden Basic B und PSC Build in der 2024er Formulierung.

Im stabilen Zeitraum von 01:15 bis 03:15 Uhr lag der gemessene U-Wert im Mittel bei rund 0,140 W/(m²K).

Technischer Vergleichswert

Von U-Wert zu äquivalenter Wärmeleitfähigkeit

R = d / λ

Aus dem gemessenen zusätzlichen thermischen Widerstand kann für die untersuchte Beschichtungsdicke ein äquivalenter Vergleichswert abgeleitet werden.

  • Beispielrechnung bei U = 0,20 W/(m²K)
  • Rgesamt = 5,00 m²K/W
  • RBeschichtung ≈ 4,375 m²K/W
  • λeq ≈ 0,000114 W/(m·K)

Für die Website verwenden wir deshalb den gerundeten technischen Vergleichswert λ ≈ 0,0001 W/(m·K).

Wichtig: Der hier angegebene Lambda-Wert ist ein aus dem gemessenen Bauteilverhalten abgeleiteter äquivalenter technischer Vergleichswert für die untersuchte Konstruktion und Schichtdicke. Er ist nicht als universelle, materialunabhängige Stoffkonstante für jede Anwendung zu verstehen.

Reales Gebäude

Was passiert an einer echten Wand?

Thermografie ersetzt keine normgerechte U-Wert-Bestimmung. Sie kann aber sehr anschaulich zeigen, wie sich die Oberflächentemperatur eines Bauteils unter vergleichbaren Bedingungen verändert.

Wärmebild einer Altbauwand nach der Beschichtung mit PScoat
Beispiel · Baujahr ca. 1900: gleiche Wand, deutlich andere Oberflächentemperatur.

Außentemperatur etwa 0 °C, Raumtemperatur etwa 20 °C. Die Thermografie zeigt die Veränderung der inneren Oberflächentemperatur.

Eine einzelne Oberflächentemperatur ist nicht unmittelbar mit einem normativen U-Wert gleichzusetzen. Für die quantitative Bewertung sind Randbedingungen und Messmethodik entscheidend.

12 → 19 °C
Wandoberfläche
Beispielmessung an einer historischen Wand bei vergleichbaren Innen- und Außenbedingungen.
≈ 40.000 → <15.000
kWh/Jahr
Dokumentierter Beispielwert eines Gebäudes aus dem späten 19. Jahrhundert.
36 °C
Vorlauftemperatur
Weitere Vergleichsmessung an einem historischen Gebäude unter konstanter Heizungs-Vorlauftemperatur.

Kontrollierter Testaufbau

Nicht nur am Gebäude gemessen.

In einem kontrollierten Versuchsaufbau wurde ein mehrschichtiger Wandaufbau unter definierten Temperaturbedingungen verglichen.

Energiebedarf je Aufbau über 24 Stunden im kontrollierten Testaufbau
AufbauEnergie / 24 hVeränderung ggü. Referenz
Referenz6,58 kWh—
PSC4,38 kWh−33,4 %
100 mm Polystyrol4,48 kWh−31,9 %
PSC + Fassadenbeschichtung4,08 kWh−38,0 %

Diese Ergebnisse gelten für den untersuchten Testaufbau. Sie sind keine pauschale Aussage, dass jede PScoat-Schicht unter allen Bedingungen jede beliebige konventionelle Dämmschicht ersetzt.

Wissenschaftlich sauber bleiben

Was die Messungen zeigen – und was nicht.

Die Messungen zeigen

  • eine messbare Veränderung des thermischen Widerstands
  • reduzierten Energiebedarf im untersuchten Testaufbau
  • verändertes Abkühlverhalten
  • deutliche Veränderungen der Oberflächentemperaturen
  • thermische Effekte unter kontrollierten und realen Bedingungen

Die Messungen bedeuten nicht automatisch

  • einen universellen U-Wert für jede Wandkonstruktion
  • die pauschale Ersetzung jeder konventionellen Dämmung
  • die Übertragung jedes Laborwertes auf jedes Gebäude
  • dass Randbedingungen bei Messungen keine Rolle spielen

Häufige Fragen

Die technischen Fragen.

Ist PScoat einfach eine „Dämmfarbe“?

Nein. PScoat ist als thermisch wirksame Funktionsbeschichtung konzipiert. Die thermische Wirkung wird nicht ausschließlich über die Dicke einer homogenen Dämmschicht beschrieben.

Wie kann eine Schicht von etwa 0,5 mm thermisch wirken?

Die Schichtdicke allein beschreibt die Wirkung nicht vollständig. Entscheidend ist das thermische Verhalten der gesamten Konstruktion unter den jeweiligen Randbedingungen.

Was bedeutet λ ≈ 0,0001 W/(m·K)?

Dieser Wert ist ein gerundeter technischer Vergleichswert, der aus gemessenem Bauteilverhalten und der untersuchten Beschichtungsdicke abgeleitet wurde. Er ist nicht als universelle Stoffkonstante für jede Konstruktion zu verstehen.

Kann PScoat in einer U-Wert-Berechnung berücksichtigt werden?

Das thermische Verhalten kann über den zusätzlichen thermischen Widerstand des untersuchten Systems betrachtet werden. Für konkrete Bauvorhaben müssen Konstruktion, Schichtdicke und Randbedingungen separat bewertet werden.

Warum gibt es unterschiedliche Lambda-Werte?

Ein aus einem Bauteilversuch abgeleiteter äquivalenter Wert beschreibt zunächst das Verhalten der untersuchten Konstruktion. Unterschiedliche Prüfaufbauten und Randbedingungen können deshalb zu unterschiedlichen Vergleichswerten führen.

Warum wird nicht einfach mit 10 cm EPS verglichen?

Ein direkter Vergleich kann in einem definierten Testaufbau sinnvoll sein. Er sollte aber nicht dazu führen, dass ein einzelner Test automatisch auf alle Wände, Klimabedingungen und Anwendungen übertragen wird.

Warum sind reale U-Wert-Messungen wichtig?

Weil sie das tatsächliche thermische Verhalten eines ausgeführten Bauteils erfassen. Dadurch lassen sich theoretische Betrachtungen mit realen Messdaten abgleichen.

Technische Dokumentation

Wer tiefer einsteigen will, bekommt die Daten.

Messungen sind nur dann wirklich aussagekräftig, wenn die zugrunde liegenden Daten nachvollziehbar sind.

Sie müssen uns nicht glauben.

Schauen Sie sich die Messungen an, prüfen Sie die Daten und bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil.

Alle Messungen ansehen Technische Frage stellen

Was ist PScoat eigentlich?

PScoat ist keine herkömmliche Wandfarbe, sondern eine thermisch wirksame Funktionsbeschichtung. Die thermische Wirkung entsteht nicht allein durch die Dicke einer klassischen, homogenen Dämmschicht.

Bei PScoat spielen Wärmeleitung, Wärmestrahlung und Wärmeübergänge an der Oberfläche zusammen. Deshalb lässt sich die Wirkung nicht sinnvoll allein durch den Vergleich „0,5 mm Beschichtung gegen 100 mm Dämmstoff“ beurteilen. Entscheidend ist der resultierende Wärmewiderstand des gesamten Bauteils unter definierten Randbedingungen.

Die Wirkung wurde sowohl in kontrollierten Prüfaufbauten als auch an real ausgeführten Bauteilen untersucht. Messaufbauten, Messverläufe und Messdaten veröffentlichen wir oben auf dieser Seite und im Messbericht.

Wie kann eine so dünne Schicht thermisch wirken?

Die Schichtdicke allein beschreibt die thermische Wirkung von PScoat nicht vollständig.

Bei einer klassischen homogenen Dämmplatte wird der Wärmewiderstand im Wesentlichen über Schichtdicke und Wärmeleitfähigkeit beschrieben. Bei einer thermisch wirksamen Beschichtung können zusätzlich Strahlungseffekte und Wärmeübergänge an den Grenzflächen relevant sein.

Deshalb betrachten wir bei PScoat nicht nur einen einzelnen Materialparameter, sondern das messbare thermische Verhalten des beschichteten Bauteils.

Was bedeutet der Lambda-Wert bei PScoat?

Lambda-Wert und äquivalente Wärmeleitfähigkeit

Für die Berechnung eines mehrschichtigen Wandaufbaus wird jeder thermisch relevante Bestandteil über seinen Wärmewiderstand berücksichtigt. Für eine homogene Schicht gilt R = d / λ.

Bei PScoat kann aus dem gemessenen zusätzlichen Wärmewiderstand der beschichteten Wand ein äquivalenter Lambda-Wert für die untersuchte Schichtdicke abgeleitet werden.

Im untersuchten Schichtdickenbereich von etwa 0,3 bis 1,5 mm zeigen die Vergleichsuntersuchungen einen annähernd linearen Zusammenhang zwischen Schichtdicke und zusätzlichem Wärmewiderstand.

Für die untersuchten Aufbauten ergibt sich daraus ein äquivalenter technischer Vergleichswert in der Größenordnung von λ ≈ 0,0001 W/(m·K). Dieser Wert dient dazu, die gemessene thermische Wirkung in ein konventionelles Rechenmodell für mehrschichtige Bauteile zu übertragen.

Oft gestellte technische Fragen zu PScoat

Ist PScoat eine Dämmfarbe?

Nein. PScoat wird als thermisch wirksame Funktionsbeschichtung eingesetzt. Die thermische Wirkung wird nicht ausschließlich über eine klassische homogene Dämmschicht beschrieben, sondern über das thermische Verhalten des beschichteten Bauteils.

Wie kann 0,5 mm PScoat überhaupt dämmen?

Die Wirkung kann nicht allein aus der Schichtdicke beurteilt werden. Neben Wärmeleitung sind bei einer Beschichtung auch Wärmeübergänge und Strahlungsvorgänge relevant. Entscheidend ist deshalb der messbare Wärmewiderstand des gesamten Bauteils.

Welchen Lambda-Wert hat PScoat?

Für die untersuchten Systeme lässt sich aus dem gemessenen zusätzlichen Wärmewiderstand ein äquivalenter Lambda-Wert in der Größenordnung von 0,0001 W/(m·K) ableiten. Dieser Wert beschreibt die Übertragung des gemessenen Systemverhaltens in ein konventionelles Rechenmodell.

Kann man PScoat in einer U-Wert-Berechnung berücksichtigen?

Ja. Für einen konkreten Wandaufbau kann der zusätzliche Wärmewiderstand der Beschichtung berücksichtigt und daraus ein U-Wert des gesamten Bauteils berechnet werden.

Ist der Lambda-Wert bei jeder Schichtdicke gleich?

Im untersuchten Bereich von etwa 0,3 bis 1,5 mm zeigen die Untersuchungen einen annähernd linearen Zusammenhang zwischen Schichtdicke und zusätzlichem Wärmewiderstand. Bei größeren Schichtdicken nimmt diese Linearität ab.

Warum ist PScoat nicht einfach mit 10 cm EPS vergleichbar?

Ein direkter Vergleich der Materialdicken ist nicht sinnvoll. Entscheidend ist der Wärmewiderstand beziehungsweise der resultierende U-Wert des jeweiligen Bauteils.

Gibt es unabhängige Untersuchungen?

Ja. Neben eigenen Messungen liegen Untersuchungen externer Prüf- und Forschungseinrichtungen vor. Zusätzlich veröffentlichen wir reale Bauteilmessungen mit dokumentiertem Messaufbau.

Warum zeigen Sie reale U-Wert-Messungen?

Weil die Wirkung eines Systems nicht nur theoretisch beschrieben werden soll. Messungen an real ausgeführten Bauteilen zeigen, welches thermische Verhalten unter den dokumentierten Randbedingungen tatsächlich erreicht wurde.

Warum finden sich unterschiedliche Lambda-Werte in verschiedenen Untersuchungen?

Weil die Werte aus unterschiedlichen Prüfaufbauten und Berechnungsmethoden stammen. Sie sind deshalb nicht zwangsläufig identische Materialkonstanten. Entscheidend ist, welchen Aufbau die jeweilige Untersuchung charakterisiert, und der tatsächliche Wärmedurchgang in der Praxis.

Was passiert tatsächlich am Gebäude?

Die thermische Wirkung von PScoat lässt sich nicht nur theoretisch beschreiben. Sie wurde auch an real ausgeführten Gebäuden untersucht.

Bei einem Wohnhaus aus dem Jahr 1900 wurden bei vergleichbaren Bedingungen vor und nach der Beschichtung die Innenoberflächentemperaturen der Außenwand gemessen. Außentemperatur: ca. 0 °C, Raumtemperatur: ca. 20 °C. Vorher: 12,9 °C Wandoberfläche, nachher: 19,0 °C Wandoberfläche.

Die vollständige Dokumentation und weitere Messungen finden Sie im Messbericht oben auf dieser Seite.